Sardinien – Die Weininsel im Mittelmeer
Große Vielfalt, sehr viel Charme
Denn Sardinien bringt mittlerweile hervorragende Weine hervor. Weit über 100 Rebsorten gedeihen auf der Insel. Zwei von ihnen zählen dabei unzweifelhaft zu den Protagonisten: die weiße Vermentino- und die rote Cannonau-Traube. Die Vermentino-Weine gehören für viele Kenner gar zu den besten Weißweinen ganz Italiens. Und das will etwas heißen, in einem so Wein affinen Land mit seiner rund 3.000 Jahre alten Weinbautradition.Schon der Name macht den Unterschied

Abwechslungsreiches Terroir

Hommage an den Vermentino

Perfekter Begleiter zum Essen
So komplex und rassig wie sie sind, sind Vermentino-Weine ideale Teamplayer zu vielen Gerichten. Sie passen gut zu Fisch und Meeresfrüchten, zu hellem Fleisch, Salat und Antipasti. Und auch als Aperitif machen sie sich bestens.Mit Stress zu außergewöhnlichen Resultaten
Die Vermentino di Sardegna-Rebstöcke findet man übrigens überall auf der Insel, insbesondere aber in den nordwestlichen Provinzen Oristano und Sassari. Die herausragenden Vermentino-di-Gallura-Weine hingegen haben im Nordosten der Insel ihre Heimat, im Hinterland der Stadt Olbia. Dort gedeihen die Weinstücke vornehmlich auf Granitböden. Tief müssen sich ihre Wurzeln in den harten Untergrund krallen, um ausreichend Wasser und Nährstoffe zu bekommen. Ein bisschen Stress tut den Pflanzen aber durchaus gut. Aus ihren Trauben entstehen Weine von außergewöhnlicher Klasse.Alles unter Kontrolle für die Qualität
Was den Vermentino angeht, so wird er mit zwei Ursprungsbezeichnungen auf dem Markt gebracht: als Vermentino di Sardegna DOC und als Vermentino di Gallura DOCG. DOC steht für Denominazione di origine controllata, kontrollierte Herkunftsbezeichnung. Und wie das bei den Ursprungslabels so ist, bestehen strenge Regeln, was Anbauzonen, Erntemengen pro Hektar und Rebsorten angeht. So muss zum Beispiel jeder Vermentino mit dem DOC-Siegel mindestens zu 85 Prozent aus eben dieser weißen Traube produziert sein. Nur 15 Prozent dürfen die anderen weißen Reben ausmachen, deren Anbau freilich ebenfalls auf der Insel zugelassen sein muss. Noch hochwertiger – und das unbestrittene Aushängeschild der Weißweine Sardiniens – ist natürlich der Vermentino di Gallura, der einzige Wein der Insel mit dem renommierten DOCG-Siegel (Denominazione di Origine Controllata e Garantita). Er muss aus mindestens 95 Prozent Vermentino-Trauben gekeltert sein.Cannonau: Stark, nobel, körperreich

Sardiniens aufstrebende Rotwein-Region
Noch als Geheimtipp wird zur Zeit der Cannonau aus Mamoiada gehandelt, eine Gemeinde in der Provinz Nuoro im Inselinneren. Was die Erzeugnisse von dort so besonders macht? Es sind in erster Linie kleine Familienweingüter, die dort mit Liebe und Leidenschaft beste Produkte hervorbringen. Großkellereien sind in diesen höher gelegenen Berggegenden bisher noch nicht anzutreffen.Grenache, Garnacha, Cannonau
Cannonau gehört zu den ältesten Rebsorten im Mittelmeerraum. Sie ist Teil der Grenache-Familie, wie die Franzosen sie nennen. Die Spanier sagen Garnacha dazu. Jede Flasche mit dem Hinweis „Cannonau di Sardegna“ auf dem Etikett besagt, dass der Wein zu 85 Prozent aus dieser Rebsorte hergestellt wurde. Auch hier dürfen lediglich 15 Prozent aus anderen Sorten hinzugefügt werden. So wollen es die Regeln der Denominazione (DOC).Sardiniens Weine: Immer eine Reise wert

